Frankfurt bei Nacht – von Nachtwächtern und Ketteneseln

„Hört Ihr Leut´und laßt Euch sagen, daß die Glock´hat zwölf geschlagen!“ – So scholl es einst um Mitternacht aus dem Munde des Nachtwächters durch Frankfurts Gassen. Wer jetzt noch auf der Straße war, mußte sich vor dem Herrn mit der Laterne und dem Morgenstern in Acht nehmen… oder aber die Frankfurter Nachtgespenster – das Muhkalb und der Kettenesel – trieben ihn nach Hause. Licht kam nur allmählich in das Dunkel der alten Gassen: Rüböl- Lämpchen spendeten seit der Goethezeit ihr spärliches Licht, auch die späteren Gaslaternen ließen manchen Winkel im Dunkel. Da war die Einführung der öffenlichen elektrischen Straßenbeleuchtung eine Revolution… Von allerhand nächtlichen Ereignissen, Gestalten, Märchen und Beleuchtungsarten im alten Frankfurt erzählt diese Stadtbegehung mit Laternenlciht, die beginnt, wenn das Tageslicht weicht.