Karmeliterkloster – Vom Ordenshaus zum Stadtarchiv

Auf eine wechselvolle Geschichte kann die heute noch in großen Teilen erhaltene gotische Klosteranlage zurückblicken. Sie geht auf eine der ältesten Niederlassungen von Ordensleuten in Frankfurt zurück. Nur wenige Frankfurter wissen, dass sich in diesem Gebäudekomplex der schönste und größte Wandmalereizyklus nördlich der Alpen befindet. 1514 erhielt der Maler Jörg Ratgeb den Großauftrag, in den Wirren der nachfolgenden Jahre musste er auf grausame Weise sein Leben lassen. Infolge der Reformation wanderten die Mönche ab, die Anlage blieb aber dennoch bis zur Säkularisierung kirchlich genutzt. Die Profanisierung zog den Verfall des Gebäudes nach sich, Militär funktionierte das Kloster zur Kaserne um. Besonders aber möchten wir Ihnen auch die heutige multifunktionale Nutzung des Gebäudes vorstellen vom Museum für Vor- und Frühgeschichte im Kleihuesanbau, dem Institut für Stadtgeschichte bis hin zum einst „schlechtesten Theater der Welt“, dem Kabarett Die Schmiere.