Gärten und Parks – “…um die gantze Stadt ein Park!”

So schilderte Goethes Mutter in einem Brief an ihren Sohn 1808 die Neugestaltung des Terrains der geschleiften Stadtbefestigungsanlage zum ersten öffentlichen Grün. Nur wenige Bürger leisteten sich den Luxus eines privaten Gartens in den dichtbebauten Quartieren, großzügiger gestalteten sich die einst als Nutzgärten angelegten und mit Mauern umgegebenen Gründe entlang der westlichen Mainufer und an den Landstraßen. In barocker und klassizistischer Zeit zumeist als Park im englischen Landschaftsstil angelegt, gelangten diese Gärten durch Schenkungen der Frankfurter Großbürger zur Jahrhundertwende in den Besitz der Stadt und erfuhren ihre Umwandlung in öffentliche Parkanlagen, deren Benennung die Erinnerung an die Stifter wach halten. Alt und neu treffen heute aufeinander, die Spuren des Privaten und die Verwirklichung neuer Konzepte wie im chinesischen Garten im Bethmannpark.