Höchst – Höchst eigene Geschichte

Oft verbindet man mit dem Namen des Frankfurter Stadtteils nicht mehr als den gleichnamigen Chemiekonzern. Doch hat sich Höchst, das 1928 schweren Herzens einer Eingemeindung in Frankfurt zustimmte, bis auf den heutigen Tag eine verwaltungstechnische Eigenständigkeit bewahren können. Bis ins 20. Jahrhundert verlief die geschichtliche Entwicklung mit nur spärlichen Kontakten, zumeist waren diese von kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt. Diesem wirtschaftlich begründeten Konkurrenzkampf zwischen dem Kurstaat Mainz, dessen östlichen Grenzbastion Höchst bildete, und der freien Reichstadt Frankfurt verdanken wir neben einer Vielzahl gut erhaltener Fachwerkhäuser das Höchster Schloß, einige ehemalige Adelshöfe, die Höchster Porzellanmanufaktur und den Bolongaropalast. Mit der aus dem frühen 9. Jahrhundert stammenden Justinuskirche besitzt Höchst außerdem das älteste Gebäude Frankfurts.