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Goethes Gretchen und der Faust

Zwei Gretchen gab es im Leben des jungen Johann Wofgang Goethe, eines das er begehrte und eines, deren Schicksal im Frankfurt des ausgehenden 18. Jahrhunderts die Gesellschaft erschütterte. Ein fleißiges Mädchen war sie, die eigentlich Susanna genannt wurde, arbeitsam und ehrlich. Im Gasthof „Zum Einhorn“ an der Fahrgasse war Susanna Margaretha Brandt in Dienst, ihre Dienstherrin sehr zufrieden mit ihr. Ein durchreisender Geselle hinterließ sie in anderen Umständen, die nicht sein durften. Ihre Art, das Problem, das sie nicht wahrhaben wollte, aus der Welt zu schaffen, passiert sogar in unserer heutigen modernen Welt noch so, sie bringt das Neugeborene nach der heimlichen Geburt um. Dieser spektakuläre Kriminalfall, den Goethe als junger Rechtsanalt hier in Frankfurt beobachtete, ist das Vorbild seines Gretchen in der Dichtung des „Faust“. Wie die barocke Gesellschaft mit ungewollten Schwangerschaften umging, das ist Thema der Stadtbegehung und offentbart die Sicht auf die Dinge der damalige Rechtsprechung der Stadt Frankfurt.

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Dauer: 1,5 – 2 Stunden
Treffpunkt: Konstabler Wache an der Litfaßsäule oder variabel